Keine Angst vor Statistiken!
Wichtig bei Umfragen ist natürlich nicht nur die Umfrage selbst,
sondern auch das Ergebnis. Um mit diesen Ergebnissen weiterarbeiten
zu können, sind statistische Werte von entscheidender Bedeutung.
Auch wenn Statistiken kompliziert aussehen, sind sie eigentlich
etwas ganz einfaches. Statistiken machen große Zahlenmengen
überschaubar und geben außerdem Wahrscheinlichkeiten
für noch nicht untersuchte "Ereignisse" an.
Für die Statistik sind u. a. Werte wie Anzahl, Häufigkeit,
Antworten insgesamt, Durchschnitt, Mittelwert, Modalwert, Standard-Abweichung,
Absolute Abweichung, Streubreite, Varianz, Kurtosis, Poisson und
Skew interessant. Diese werden im Folgenden kurz erläutert:
Anzahl: Hier wird die Anzahl der Personen angegeben,
die an der Umfrage teilgenommen haben.
Häufigkeit: Diese Prozentzahl zeigt an, wie
viele der befragten Personen eine bestimmte Antwort gegeben haben.
Durchschnitt: Der Durchschnitt ist die Summe der
Antwortwerte geteilt durch die Anzahl der Antworten.
Wenn Sie z. B. sieben Personen fragen, wieviele Mitarbeiter sie
haben, und Sie darauf die Antworten 10, 25, 30, 30, 35, 40 und 50
erhalten, dann beträgt der Durchschnitt 31,4 (10 + 25 + 30
+ 30 + 35 + 40 + 50 = 220 / 7 = 31,4).
Mittelwert: Der Mittelwert (auch Median genannt)
ist der Wert, der – wenn man die Zahlen der Größe nach
sortiert – in der Mitte liegt. In dem obigen Beispiel ist der Mittelwert
30. Bei einer geraden Anzahl von Werten nimmt man einen der beiden
Werte, die in der Mitte liegen. Handelt es sich um unterschiedliche
Werte, nimmt man den Durchschnitt dieser beiden Werte.
Modalwert: Der Modalwert ist der Wert, der am
häufigsten vorkommt. In dem genannten Beispiel ist der Modalwert
30 (in diesem Fall ist er zufällig mit dem Mittelwert identisch).
Standard-Abweichung: Die Standard-Abweichungskurve
zeigt an, wie weit die Ergebnisse auseinander liegen. Eine hohe
Standard-Abweichung bedeutet, dass die Werte stärker von dem
Durchschnittswert abweichen, also weiter auseinander liegen, als
Antworten mit einer geringen Standard-Abweichung.
Absolute Abweichung: Hier werden die absoluten
Werte der Abweichungen von dem Durchschnittswert, und nicht die
Abweichungen selbst, zusammengezählt, da das Zusammenzählen
positiver und negativer Werte der Abweichung von dem Durchschnittswert
immer null ergibt. Der absolute Wert einer negativen Zahl entspricht
immer dem absoluten Wert der positiven Zahl (z. B. ist der Wert
von –5 gleich 5 und der von +5 ebenfalls 5).
Streubreite: Die Streubreite ist die Differenz
zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Wert. Geht man z.
B. von den Antwortwerten 10, 25, 30, 30, 35, 40, 50 aus, dann ist
die Streubreite 50 – 10, also 40.
Varianz: Als Varianz bezeichnet man die Abweichung
der Daten von dem Mittelwert. Die Quadratwurzel der Varianz ist
die Standardabweichung (siehe oben).
Kurtosis: Die Kurtosis charakterisiert den Symmetriegrad
einer Verteilung. Die Kurtosis nimmt für die Normalverteilung
den Wert 0 an. Je stärker die Werte von 0 negativ oder positiv
abweichen, umso stärker ist die gemessene Schiefe (oder Skew)
ausgeprägt. Mithilfe der Kurtosis kann man die „richtige“ Verteilung
herausfinden.
Poisson: Die Poisson-Verteilung beschreibt die
Wahrscheinlichkeit, dass in einem bestimmten Zeitabschnitt eine
gegebene Anzahl von Ereignissen stattfindet.
Skew: Skew (oder auch Schiefe genannt) ist das
Maß für die Asymmetrie einer Verteilung um den den Durchschnittswert.
Bei einer linksgipfligen Verteilung (positive skew) läuft das
Ende der Verteilung in Richtung positiver Werte (nach rechts) und
bei einer rechtsgipfligen Verteilung (negative skew) läuft
das Ende der Verteilung in Richtung negativer Werte (nach links).
Mithilfe dieser Werte lassen sich Massenerscheinungen zahlenmäßig
erfassen und untersuchen. Anhand von Zahlen können Ergebnisse
besser miteinander verglichen werden. Ein Zahlenwert ist überschaubarer
als tausende Werte, die vielleicht bei einer Umfrage herauskommen
könnten. Ebenso liegt es auf der Hand, dass z. B. der Durchschnittswert
aussagekräftiger ist als mehrere Zahlenwerte. Wenn Sie z. B.
30 Personen nach deren Alter fragen, können Sie sich ein besseres
Bild machen, wenn Sie einen Durchschnittswert haben, als wenn Sie
30 Zahlen vor sich sehen.
Lassen Sie sich also nicht abschrecken von diesen kompliziert klingenden
statistischen Werten, denn sie helfen Ihnen bei der Auswertung und
Untersuchung Ihrer Umfrageergebnisse.
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